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2019/03/16

Prof. Dr. Rudolph Bauer schreibt aus Bremen:

"ps. um es nicht ganz zu vergessen: kuhlewampe gefällt mir (kannte ich leider bisher überhaupt nicht)."

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2019/02/25

Herbert F. Witzel schreibt zum "Freien Eintritt in Staatliche Museen" (2019/02/17):

"Zum freien Eintritt für Museen einmal im Monat möchte ich anmerken, daß es vor GröBaz Wowereit, dem größten Bürgermeister aller Zeiten, immer am ersten Sonntag im Monat freien Eintritt gab in Berliner Museen, wenn ich mich recht erinnere.
Als ich in Braunschweig aufgewachsen bin, konnte ich dort nach der Schule in den Museen herumlaufen und mich weiterbilden, das kostete grundsätzlich nix: auch nicht im Herzog-Anton-Ulrich-Museum, und da hängt immerhin das ziemlich berühmte Rembrandtsche Familienbild sowie Vermeer van Delfts "Mädchen mit dem Weinglas". Der Herzog Anton Ulrich hat seinerzeit nicht nur diese großartigen Bilder gekauft, sondern auch die erste öffentlich zugängliche Privatsammlung eingerichtet. (Das weiß ich alles jetzt erst.)
Inzwischen kostet es in Braunschweig überall Eintritt. - Seltsamerweise sorgt meistens Rot-Grün dafür, daß das Geld ausgeht und von der Bevölkerung dann frisches nachgeschossen werden muß und auf einmal alles Eintritt kostet."

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2019/01/26

Karin Johnson schreibt zum Rosa-Luxemburg-Denkmal auf dem Spichernplatz (2019/01/23):

"UNGLAUBLICH ! Da bin ich seit 1984 fast täglich in die U-Bahn Spichernstraße ein- und ausgestiegen und habe das Denkmal nicht bemerkt ! DANKE für den Hinweis."

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2019/01/03

Jenny Schon schickt das folgende Gedicht zum Todestag von Rose Ausländer am 3. Januar:

Jenny Schon

Lorelei
für Rose Ausländer
(Geboren 11. Mai 1901 in Czernowitz; Gestorben 3. Januar 1988 in Düsseldorf)

...ich weiß
was es bedeutet
gelockt zu werden
in den Herbstwald
über dem Rhein
die Pilze verführen
mit ihrem Erdduft
wurzeln in den
Waldfried meiner
Mutter die gerne
Rheinländerin geworden

Ich kenne das Lied
der Sehnsucht
nach Ferne
dem Geliebten
Übers Meer lockte
mich der Gesang
der Sirenen
lag ich in
Odysseus Armen
am Stamm des
Olivenbaums

Geblieben ist
der Gesang von
einem Leben
das keine Heimat
kannte kein
Halten kein
Vertrauen
in ein Lied
das zu viel
versprach
Bleiben...

© Jenny Schon, Januar 2019.

aus: Jenny Schon: lautes schweigen, 2018, Geest Verlag.

Lorelei, Rose Ausländer, 1982:
Unter dem Rhein singt die Lorelei
Fischer verschweigen das Lied
Ein hellhöriger Angler
fängt es heraus
schenkt es uns allen

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2018/12/24

Markus Richard Seifert schreibt zum Weihnachtsmarkt Berlin 2018:

"Ereignisse werden zu Anlässen, Anlässe zu Themen und Themen wiederum zu Texten. In diesem Sinne hier nur mein persönlicher und also subjektiver Bericht: Wir haben gestern, genauer gesagt am Mittwoch, den 19. 12. 2018 einen Ausflug mit unserer Jobcenter-Bewerbungsmaßnahme auf den Weihnachtmarkt am Berliner "Alex" unternommen. In Berlin gibt es traditionell mehrere Weihnachtsmärkte, was mit der Geschichte dieser Stadt zu tun hat. Außerdem gibt es sozusagen Haupt- und Nebenweihnachtsmärkte, nämlich die beiden Hauptweihnachtsmärkte am Berliner Alexanderplatz (im ehemaligen Ost-Berlin) und den am Bahnhof Zoo, Nähe Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (Breitscheidt-Platz im ehemaligen Berlin-West gelegen). Hinzu kommen dann noch einige Weihnachtsmärkte von lokaler Bedeutung, so zum Beispiel an der Steglitzer Schloßstraße oder am Neuköllner Hermannplatz. Aber nun genug der Theorie und zurück zu meinem Bericht über den gestrigen Ausflug: Es war ein sehr traditioneller, um nicht zu sagen ein ziemlich konventioneller Markt, den wir gestern besucht haben, nichts Umwerfendes oder Außergewöhnliches habe ich erblickt, wobei es natürlich sein kann, das ich etwas übersehen habe. Kurz gesagt: Das Angebot der dortigen Buden und Stände lässt sich in zwei Kategorien einteilen, in Fressbuden und andere Angebote. Das Weihnachtstypische fiel natürlich zuerst ins Auge beziehungsweise in die Nase, nämlich die Glühwein- und Bratwurstbuden, deren Duft ein typisches Merkmal für einen deutschen Weihnachtsmarkt ist (ich kenne aus persönlichem Erleben bisher keine anderen). Wobei ich gesehen habe, dass es inzwischen nicht nur roten Glühwein (mit oder ohne "Schuß") gibt, sondern auch weißen Glühwein, was mir aber neu war. Und natürlich fehlte auch die Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern nicht, allerdings Zeit typischerweise alle Lieder nur in Englisch, obwohl es doch sehr schöne deutsche Weihnachtslieder gibt (zum Beispiel "Stille Nacht, heilige Nacht"), aber "man" will ja unbedingt international und/oder multikulti sein oder sich geben. AUCH englische Weihnachtslieder wären ja okay (schon wegen der Touristen), aber nur und AUSSCHLIESSLICH englischsprachige Weihnachtslieder auf einem deutschen Weihnachtsmarkt, das FINDE ich doch etwas ÜBERTRIEBEN, um ehrlich zu sein. Am meisten wurde das Lied "Jingle Bells" gespielt, wahrscheinlich wegen der eingängigen Melodie. Übrigens habe ich den Vorgänger dieses Weihnachtsmarktes schon 1985, also zu DDR-Zeiten, besucht, aber das ist ein anderes Thema. Es war die Zeit, wo Engel nur verschämt als "Jahres-End-Flügel-Puppen" bezeichnet wurden, was sogar ich als "oller Wessi" mitbekommen habe. Bleibt anzumerken, dass es an diesem Tage auf dem Weihnachtsmarkt am Alex Gott-sei-Dank KEINEN Terroranschlag gegeben hat, weder von islamistischer noch von irgendeiner anderen Seite, was leider seit 2015 nicht mehr ganz so selbstverständlich ist wie früher."

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2018/11/09

Dr. Wolfgang Endler schickt das folgende Gedicht zum 9. November:

DREIGEDEUTSCHTER NEUNTER NOVEMBER

Der ERSTE WELTKRIEG war an seinem Ende,
da gab es Aufruhr auch in deutschen Landen.
Arbeiter und Soldaten reichten sich die Hände.
Doch gab es jede Menge rechte Banden,
die diese Revolution erstickten.
Den Keim des Neu'n mit Stiefeln schnell zerdrückten.

Nur 20 Jahre später klirrten Scheiben
von Läden, brannten Häuser lichterloh.
Aus Nachbarn wurden Juden. Bleiben
im Land der Väter wurde zum Risiko.
Die Täter rüsteten zum Massenmord;
verschont davon blieb nicht der fernste Ort.

Recht friedlich ging die DDR zu Ende,
auch wenn so manchem wohl der Zeigefinger juckte.
Viel eher als gedacht kam dann die "Wende".
So mancher Ostler schnell nach rückwärts guckte,
als Arbeitsplätze wie im Nichts verschwanden.
Hatte man das als REVOLUTION verstanden?

Als bitteres Fazit bleibt: Revolutionen
bleiben in Deutschland unvollendet oder gehen schief.
Jedoch das Schür'n von negativen Emotionen
zeigt immer noch Erfolg: der Mief sitzt tief.

© Dr. Wolfgang Endler, November 2018.

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2018/07/22

Prof. Dr. sc. phil. Rüdiger Bernhardt schreibt zum Archiv Schreibende ArbeiterInnen (2018/06/25):
"Es ist verdienstvoll und begrüßenswert, dass in der Nr. 25/06/2018, auf die ich hingewiesen wurde, auf die schreibenden Arbeiter der DDR und vor allem auf die ehrenamtliche Arbeit des heutigen Archivs dafür hingewiesen wird. Noch verdienstvoller wäre es, würde mit korrekten Aussagen gearbeitet, zumal für die schreibenden Arbeiter seit einigen Jahren eine Gesamtdarstellung vorliegt (Rüdiger Bernhardt: Vom Schreiben auf dem Bitterfelder Weg, Essen 2017, Neue Impulse Verlag). Um nur einiges anzumerken: Es gab nicht 400 Zirkel im Verlauf, sondern das war der aktuelle Höchststand 1960. Im Verlauf der Bewegung gab es sehr viel mehr Zirkel (ca. 1.600). Mitglieder waren Frauen wie alle anderen auch, nicht "vor allem auch". Es sollte auch nicht zur "schriftstellerischen Tätigkeit" ermuntert werden, sondern zur Beschäftigung mit Literatur und Kunst. Hervorgegangen sind nicht nur "einige professionelle Schriftstellerinnen", sondern auch Schriftsteller wie der Buchpreisträger Lutz Seiler. Aber das war nicht das eigentliche Ziel der Bewegung, die übrigens schon vor 1959 durch die spontane Gründung mehrerer Zirkel entstanden war. Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt entstand aus der Dortmunder Gruppe 61, beides also nach dem Beginn des Bitterfelder Weges. Vielmehr schaute man sich im Werkkreis manches von den Zirkeln ab, mit der Dortmunder Gruppe gab es eine zeitweise enge Beziehung. Es ging auch nicht um "alle Arten der Poesie" - was übrigens unterscheidet Lyrik von Poesie? -, sondern um dokumentarisches Material aus dem täglichen Arbeitsprozess usw. usf. Vielleicht lässt sich die inzwischen auch international sehr gründlich beachtete Bewegung (USA, Frankreich) gelegentlich einmal präziser vorstellen."
Prof. Dr. sc. phil. Rüdiger Bernhardt, ehemaliger Vorsitzender der Zentralen Arbeitsgemeinschaft schreibender Arbeiter und Leiter des Zirkels der Leuna-Werke.

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2018/07/17

Ferry van Dongen schreibt zum Weltreisetagebuch von Dr. Pätzold (2018/07/02):
"Du solltest noch mehr an deinem Reisetagebuch arbeiten. Die Beiträge sind für heute sehr wichtig und geben eine guten Einblick in die jüngere Geschichte. Ich kann mich nicht erinnern, dass aus dieser Perspektive und zu diesen Themen heute sehr viel publiziert wird. Das Gegenteil ist der Fall. Ich denke, das Reisetagebuch wäre ein sehr gutes Buchprojekt."

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2018/04/29

Manfred Gill schreibt zur LTI (2018/04/27):
"Die Artikel in der Kuhlen Wampe von Karin Krautschick sind einfach Klasse. Ich vermisse zwar den Begriff der Demagogie und des demagogischen Gebrauchs, doch bei ihrem Niveau wird sie sich vielleicht etwas dabei gedacht haben."

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2018/04/18

Manfred Gill schreibt zu den Tulpengrüßen (2018/04/18):
"Vielen Dank an Ella Gondek, die mit ihren wunderbaren Makrofotografien unscheinbare Dinge dem Auge näher bringt. Sind nicht unscheinbare Dinge oft viel bedeutsamer als augenfällige? Auch Adalbert Stifter meinte, dass sich die wirklich bedeutsamen Dinge des Lebens leise und unscheinbar vollziehen..."

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2018/03/15

Jenny Schon schreibt zum China-Interview (2018/03/14):
"China muss seine historische Größe als Seidenstraßenmacht, die es Jahrtausende war für den Ost-West-Handel, wieder erlangen, das ist richtig. Aber innenpolitisch ist doch alles schrecklich. Auch die blöden Weiber wollen nur Klamotten etc. Und ich Idiot meinte damals (in meinem Buch), der neue Mensch wird geboren, was ist? Ein mir bekanntes chinesisches Ehepaar hat sich scheiden lassen, damit es eine 2. Eigentumswohnung kaufen kann, weil pro Ehepaar bzw. Mensch nur eine gekauft werden darf und die auch nicht wissen, was sie mit dem Geld machen sollen. Die Schwiegermütter haben weiterhin die absolute Macht über die Schwiegertöchter und drängen sie, einen Sohn/Enkel zu gebären! Auch persönlich erlebt in Bekanntenkreisen. Was soll ich weiter auf China schaun, dieses Studium war für mich, bis auf die späteren privaten historischen Studien, absoluter Kappes, ich bereue es sehr."

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2018/03/08

Jenny Schon schreibt zum Weltfrauentag:
"Habe eben die Mädschensitzung in Köln an Weiberfastnacht gesehen, 1.200 hübsche Frauen, alle ausgelassen und ohne Mann, schade, dass ich von meiner Heimat durch meinen Vater weggeekelt wurde, er wollte nur seinen Sohn bei sich haben!
Natürlich ist Weiberfastnacht und die Eroberung der rheinischen Rathäuser noch ein Relikt der alten matriarchalen Zustände. Und Marx und Engels sind auch nicht ohne den Hintergrund des ursprünglichen Ripuariens denkbar, in dem die Römer ihre Städte weiblich nannten und gründen ließen, weil natürlich die Stadt eine weibliche Gründungsgeschichte an sich hat. Aber die jungen Weiber sind leider ansonsten wieder biedermeierlich und lohnen nicht beschrieben zu werden, wenngleich 8 zu 8 im jetzigen Kabinett ganz manierlich aussieht und einige dabei sind, die sich sehen lassen können, aber Sahra und Oskar fehlen."

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2018/02/24

Nina Dören schreibt:
Großes Lob für kuhlewampe.net. Ein paar Beiträge hab ich mir letztens durchgelesen und fands interessant.

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2018/02/19

Manfred Gill schreibt zur "Schräglage der Nazi_on" von Dr. Wolfgang Endler (2018/02/15):
Das Gedicht enthält einen Passus, der sich leicht abgewandelt wunderbar als humorvolle Prägnanzsentenz gebrauchen lässt und könnte so lauten:
"Wenn es stimmt, dass unsere Gesellschaft sich oftmals unerwachsen verhält, dann ist die AFD ein Pupertätspickel."

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2018/02/08

Ferry van Dongen schreibt:
"Bin gespannt, ob es jemand nutzt, da man nach oben gehen muss und auf Kommentare klicken.
Jedenfall fallen mir zwei Punkte auf:
1. Es fehlt so etwas wie eine Betreffzeile, also z. B. welchen Artikel oder welches Thema man kommentieren möchte.
2. Bei der Email-Adresse vielleicht der Hinweis, dass diese nicht veröffentlicht wird. So ist es doch gedacht, oder?"

Antwort:
Zu 1.: Das jeweilige Thema sollte sich aus dem Kommentar ergeben.
Zu 2.: Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, sondern dient nur für Rückfragen.

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