kuhlewampe.net

5. Jahrgang
Herzlich Willkommen bei kuhlewampe.net. Ein Kultur-Literatur-Gesellschaftskritik-Blog im WWW
Gründer und Herausgeber: Dr. rer. pol. Christian G. Pätzold, Berlin
Kurator für Gesellschaftskritik: Dr. phil. Hans-Albert Wulf, Berlin
Wenn Ihr hier veröffentlichen wollt, schreibt bitte an: post(at)dr-paetzold.info
Kuhle Wampe ist ein Film von Bert Brecht, Slátan Dudow und Hanns Eisler aus dem Jahr 1932.


2019/01/20

art kicksuch

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© art kicksuch, januar 2019.

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2019/01/17

Das Personenregister ist aktualisiert !

Das Personenregister ist auf den neuesten Stand gebracht und umfasst jetzt die Jahre 2015 bis 2018.
Es ist über die Schaltfläche "Personen" im Kopf dieser Seite erreichbar.
Dadurch könnt ihr jetzt noch mehr Artikel von und über Personen leichter finden.
Die Artikel sind über die Schaltfläche "Archive" im Kopf dieser Seite einsehbar.
Viel Spaß beim Suchen und Finden!

Vor einem Jahr wurde das Kommentarfeld auf kuhlewampe.net eingerichtet, das über die Schaltfläche "Kommentare" im Kopf dieser Seite erreichbar ist.
Es sind zwar einige Kommentare eingetrudelt, aber es könnten noch mehr sein, um den Blog noch lebendiger zu machen.
Eure Kommentare sind daher weiterhin sehr willkommen!
Dr. Christian G. Pätzold.

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2019/01/14

Die Ermordung von Rosa und Karl vor 100 Jahren

liebknecht
Käthe Kollwitz: Gedenkblatt für Karl Liebknecht, 1920, Holzschnitt.

Während des Spartakusaufstandes im Januar 1919 in Berlin wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Gründer der KPD, von Soldaten unter dem Oberbefehl des SPDlers Gustav Noske ermordet. An jenem 15. Januar 1919 befanden sich Rosa und Karl im Versteck der Wohnung des Kaufmanns Marcusson in der Mannheimer Straße 43, heute 27, in Wilmersdorf, nahe des Fehrbelliner Platzes. Dort wurden sie aufgespürt, verhaftet und im Auto zum Hotel Eden in der Budapester Straße gebracht. Das Hotel Eden befand sich gegenüber dem Zoo-Aquarium.
Im Hotel Eden wurden Rosa und Karl von den Soldaten misshandelt und gefoltert. Karl Liebknecht wurde anschließend zum Neuen See im Tiergarten gebracht und dort erschossen. Rosa Luxemburg wurde in den Landwehrkanal geworfen. An beiden Orten gibt es heute Denkmäler, die zu ihrem Todestag von Demonstranten besucht werden.
Heute sind Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Friedhof Berlin Friedrichsfelde begraben. An jedem zweiten Sonntag im Januar findet seit Jahren die große Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zur Gedenkstätte der Sozialisten statt, in diesem Jahr war das der 13. Januar 2019. Zum 100. Jahrestag fiel die Demonstration trotz Regens besonders groß und beeindruckend aus, es waren tausende Teilnehmende, jung und alt, mit roten Nelken auf der Straße, um an Rosa und Karl zu erinnern. Am Todestag, dem 15. Januar 2019, findet eine weitere Liebknecht-Luxemburg-Demo vom Olof-Palme-Platz zu den Gedenkorten im Berliner Tiergarten statt.
Dr. Christian G. Pätzold.

Seht bitte auch den Artikel "Die Demo zu den Gräbern von Rosa und Karl" vom 2017/01/20 auf kuhlewampe.net.

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2019/01/10

Das Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg

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Das Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg, Detail.
Fotografiert von © Dr. Christian G. Pätzold, April 2018.

Nachdem auf Kuhle Wampe bereits die Rathäuser von Rostock, Kursk, Breslau, Kassel und Bernau gezeigt wurden, folgt nun für Architekturliebhaber das Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg, das der Sitz von Bürgerschaft (Parlament) und Senat (Landesregierung) ist. Das Rathaus ist ein prachtvoller Bau im Stil der Neo-Renaissance, der zwischen 1886 und 1897 errichtet wurde. Der Turm ist 112 Meter hoch, weswegen er auf das Foto oben nicht ganz gepasst hat. Das Rathaus ist 111 Meter breit. Es wurde zu großen Teilen aus dem Sandstein des Elbsandsteingebirges in Sachsen gebaut.
Als freie Bürger wollten sich die Hamburger an den Republiken der Renaissance orientieren, und nicht an den Stilen der Gotik oder des Barock. Denn die Hamburger Bürger des 19. Jahrhunderts waren noch von deutschen feudalistischen Monarchien umgeben. Zur Zeit der Renaissance im 16. Jahrhundert erlebte das Bürgertum in Deutschland einen gesellschaftlichen Aufstieg, so dass seine Stellung gegenüber dem Adel verbessert wurde. Hamburg war seit alten Zeiten eine Freie Reichsstadt.
Dr. Christian G. Pätzold.

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2019/01/07

Tagebuch 1973, Teil 30: Zur afghanischen Grenze

Dr. Christian G. Pätzold

mashad
Heiliges Mausoleum von Hazrat Imam Reza in Mashad.
Im Jahr 817 wurde Imam Reza, ein Nachkomme Mohammeds, in Mashad vergiftet. Seine Grabmoschee ist seitdem, wie die ganze Stadt, ein schiitisches Heiligtum.
Quelle: Wikimedia Commons. Foto von 2005. Die schwarz umhüllten Menschen sind Frauen.
Das war auch schon zu Schahzeiten so.

12. September 1973, Fahrt zur afghanischen Grenze, Mittwoch

Mashad ist die Hauptstadt der persischen Provinz Khorasan. Ganz nahe liegen die Turkmenische Sozialistische Sowjetrepublik sowie Afghanistan. Viele schiitische Pilger kamen zum heiligen Schrein von Emam Reza im Zentrum von Mashad.
Wir sind am Morgen zum Türkishändler gegangen, der angeboten hatte, eine Moscheebesichtigung zu organisieren. Wir gingen zur Moschee und unser Führer knöpfte jemandem einen Chador ab. Mit dem Chador verhüllt konnte meine Reisepartnerin in die Moschee. Ich durfte als Ungläubiger nicht rein, da man mich nicht unter einem Chador verhüllen konnte. Ich fand des etwas unlogisch, denn meine Reisepartnerin war ja auch eine Ungläubige. Aber Logik und Religion haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun. Unter dem Chador soll es übrigens entsetzlich heiß gewesen sein.
Anschließend habe ich ein Päckchen nach Deutschland für 50 Rial per Einschreiben abgeschickt. Der Zoll war gleich im Postamt, vermutlich wegen der Edelsteine, aber es gab nur unsere Stadtpläne anzukucken (die übrigens angekommen sind und die ich immer noch habe). Neben den Moscheebesichtigungen und dem Türkisverkauf gab es in Mashad noch den Teppichverkauf als dritten Wirtschaftszweig.
Um 14 Uhr sind wir mit dem Bus zur Grenze abgefahren. Er war bis jetzt der schmutzigste und engste Bus auf meiner Reise. In dieser Gegend gab es viele Menschen mit mongolischen Gesichtszügen, wahrscheinlich Turkmenen oder Usbeken. Um 19 Uhr abends kamen wir an der iranischen Grenze an. Alle Reisenden wurden ohne Schwierigkeiten beim iranischen Zoll abgefertigt. Aber auf der afghanischen Seite erlebten wir einige Überraschungen. Erstens waren in unserem Bus zwei Schweden, denen man nicht gesagt hatte, dass sie ein afghanisches Visum brauchen, die aber schon aus dem Iran herausgestempelt waren. Sie standen jetzt praktisch im Niemandsland der Wüste und ich weiß nicht, was mit ihnen passiert ist. Dann standen wir auf der afghanischen Seite mitten in der Wüste. Ein Reisender sagte, hoffentlich kommt ein Auto, er hätte schon stundenlang vergeblich auf ein Fahrzeug gewartet. Aber dann erschien doch ein Minibus, um uns, wie wir meinten, nach Herat zu bringen. Der übliche Fahrpreis war uns bekannt, aber der Fahrer verlangte das Doppelte. Wir sagten, wir hätten kein afghanisches Geld, da hielt er mit dem Bus mitten in der Wüste und drohte damit, uns rauszuschmeißen. Wir einigten uns schließlich darauf, dass wir bei nächster Gelegenheit Geld wechseln und ihn bezahlen würden. Nach kurzer Fahrt hielt der Bus aber schon wieder.
Hier war also die afghanische Grenze. Wie sich aber herausstellte, war sie schon geschlossen, denn es war schon nach sieben Uhr abends. Wir waren leicht sauer aber es blieb uns nichts anderes übrig, als die Dienste eines so genannten Hotels in Anspruch zu nehmen, das sich der armen Gestrandeten erbarmte, aber in Wirklichkeit wohl eher abfing und abschröpfte. Die Zustände an der afghanischen Grenze waren schon recht abenteuerlich und korrupt.
Auf einer lausigen Terrasse saßen noch andere Reisende und stopften irgendwelches Essen in sich hinein. Man erzählte, dass kurz hinter der Grenze ein Mercedes stehe, dessen Besitzer wegen Rauschgiftschmuggels im Gefängnis sitze. Ich habe Geld in einer Bankstelle gewechselt, die abenteuerlichste Wechselstelle, die ich bis dahin gesehen hatte. Immerhin hing ein Foto vom neuen Präsidenten an der Wand. Mit Kugelschreiber geschrieben hing ein Zettel am Tresor: "Welcome to Republic of Afghanistan". Afghanistan war jetzt eine Republik. Der Wechselkurs war natürlich getürkt: 1 DM zu 20 Afghani. Das Bett im 4-Bett-Zimmer kostete 20 Afghani nach Verhandeln. Zum Abendessen hatte ich Reis mit Bulette für 15 Afghani, die Teekanne mit drei Gläsern kostete 3 Afghani. Wir haben grünen Tee getrunken, gemäß der Maxime: "Abwarten und Tee trinken".
Ein Afghane, der Geld mit dem Autohandel nach Afghanistan machte, sagte, dass der neue Präsident, Mohammed Daoud Khan, ein Vetter von dem alten König sei, und dass er die Macht übernommen habe, als der König zur Kur in Italien weilte. Er habe den Putsch mit vierzig Mann durchgeführt. Er sagte, der Präsident wolle etwas verbessern, Korruption und Kriminalität bekämpfen. Man könne jetzt keinen mehr gegen Geld aus dem Gefängnis holen. Der alte König habe das ganze Geld eingesackt und wahrscheinlich ins Ausland geschafft.
Ich fürchtete nachts, dass Ratten oder ähnlich angenehme Wüstenbewohner im Zimmer herumkrauchen würden, in dem es kein elektrisches Licht gab. Um 11 Uhr abends ging an der Grenze das Licht aus. Es ist nichts passiert.

Ausgaben im Iran pro Person für 16 Tage (28. August bis 12. September 1973):
40,- DM Fahrtkosten, 60,- DM Übernachtung, 100,- DM Essen und Sonstiges = 200,- DM.

Rückblick Januar 2019:

Ich hatte jetzt also das Kaiserreich Persien verlassen, ein Land mit vielen freundlichen Menschen, mit köstlichen Pistazienkernen und Granatäpfeln, mit wunderschönen und geheimnisvollen Perserteppichen. Am meisten bewundert habe ich in Persien die bunten Basare, die Teppichknüpfkunst und die persische Architektur in Isfahan. Der Gegensatz und der Widerspruch zwischen islamistischer Tradition der Massen einerseits und bemühter Modernität der Staatsführung andererseits waren sehr groß. Die Perserkatze kommt übrigens nicht aus Persien, sondern stammt von der russischen Hauskatze ab. Nachdem die Ayatollahs 1979 die Macht in Persien übernommen hatten, war ein Reisen in Persien kaum noch möglich. Jetzt im Jahr 2019 herrschen die Ayatollahs zwar immer noch, aber man hört immer öfter, dass wieder westliche Touristen durch Persien reisen.
Hier noch eine orientalische Schauergeschichte aus einem Reiseführer: Im Jahre 1794 kam Aga Mohammad Qajar nach Kerman und ließ dort die Augen von 20.000 Einwohnern herausreißen, weil diese Städter seinem Widersacher Schutz geboten hatten. Außerdem ließ er weitere 20.000 in die Sklaverei verkaufen. Die Augen, also 40.000, soll dieser Potentat übrigens eigenhändig gezählt haben, was mir allerdings, wegen der damit verbundenen Mühe, wenig wahrscheinlich vorkommt.

© Dr. Christian G. Pätzold, Januar 2019.

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jubilaeum500

2019/01/05

Tagebuch 1973, Teil 29: Mashad

Dr. Christian G. Pätzold

11. September 1973, Mashad, Dienstag

Am Morgen, bei Sonnenaufgang, hielt unser Reisebus an einem Gewässer (wir sind über Nacht gefahren). Die persischen Mitreisenden haben sich im Fluss gewaschen, haben ihre Gebetsteppiche in den Straßenstaub gelegt und in Richtung Mecca gebetet. Ich war froh, dass ich als Ungläubiger nicht 5 Mal am Tag beten musste. Wahrscheinlich waren auch Pilger nach Mashad im Bus, denn Mashad ist eine heilige Stadt, manche waren aus Kermanshah.
Um 9 Uhr vormittags sind wir in Mashad angekommen. Ein Student, der wie Cliff Richard aussah, hat uns zum Seraye Golshan Mosque Circle gefahren. Dort haben ich Geld getauscht. Wir wurden von einem Verkäufer einer "Türkisfabrik" angesprochen, der uns in seinen Laden abgeschleppt hat. Es gab hellblaue und hellgrüne Türkise, die hier in der Gegend gewonnen wurden. In Afghanistan sollte es dann billiges Silber zum Fassen geben. Der Türkisverkäufer war ein hundertprozentiger Händler, er kaufte und verkaufte auch Gold. Auf meiner Reise um die Welt wurden mir an verschiedenen Orten verschiedene Edelsteine angeboten. Ich habe aber nie Edelsteine gekauft, weder Türkise in Mashad, noch Rubine in Agra in Indien, noch Amethyste oder Topase in Ouro Preto in Brasilien. Teilweise war es mir dubios, denn ich hatte damals keine Ahnung von Edelsteinen und wäre daher auf Fälschungen reingefallen. Und andererseits war es mir einfach zu umständlich, auf der Reise auch noch auf Edelsteine aufpassen zu müssen.
Wir sind zur Khavartour-Bus-Gesellschaft gefahren, der Bus kostete 70 Rial nach Taybad und 100 Rial bis zur afghanischen Grenze. Wir haben einen Platz im Camping für 30 R bekommen, Laken kostete 10 R mehr, Vierbettzelt.

Rückblick Januar 2019: Der 11. September 1973: Der Tod von Salvador Allende in Santiago de Chile.

Der 11. September 1973 brachte mit dem Tod von Salvador Allende ein welthistorisches Ereignis. Von dem Militärputsch in Chile habe ich einige Tage später durch die Presse in Afghanistan erfahren. Anführer des Putsches war General Augusto Pinochet. Salvador Allende befand sich im Präsidentenpalast La Moneda in Santiago de Chile. Während des Ansturmes der Putschisten soll er sich dort selbst getötet haben (laut Wikipedia), was aber immer wieder bezweifelt wurde und was auch ich für sehr unwahrscheinlich halte. Wahrscheinlicher ist, dass Salvador Allende von den Putschisten erschossen wurde. Mit dem Tod von Salvador Allende endeten die Regierung der Unidad Popular und der Sozialismus in Chile. General Augusto Pinochet blieb von 1973 bis 1990 in Chile an der Macht.
Der Militärputsch in Chile war von den USA massiv unterstützt worden, denn Allende war ein Marxist und Freund der Sowjetunion. Die USA sahen durch ihn ihren Einfluss in Süd-Amerika schwinden. Als ich von dem Putsch hörte, hatte ich diesen Ausgang schon irgendwie befürchtet. Ich hatte schon den Eindruck gehabt, dass die Regierung in Chile zu schwach war. Außerdem schien sie sich zu weigern, die Arbeiter zu bewaffnen als Gegengewicht zum Militär, so dass sie schließlich unter dem Druck des Militärs stürzen musste.
Viele Chilenen wurden damals vom Militär ermordet und viele mussten ins Ausland fliehen. In den späten 1970er Jahren und in den 1980er Jahren hatte ich chilenische Freunde, die in West-Berlin lebten. Sie waren über Rumänien nach West-Berlin geflüchtet.

© Dr. Christian G. Pätzold, Januar 2019.

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2019/01/03

kuhlewampe1
Film »Kuhle Wampe« mit Ernst Busch und Hertha Thiele,
Berlin 1932.

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2019/01/01

Willkommen zum 5. Jahrgang!

Dr. Christian G. Pätzold

Dank der Kreativität der AutorInnen von kuhlewampe.net gab es im vergangenen Jahr 2018 noch mehr Text zum Lesen als in 2017. Gleichzeitig ist auch die Anzahl der Besuche bei Kuhle Wampe erheblich gestiegen. In 2018 registrierte Kuhle Wampe insgesamt 70.541 Besuche (Visits). Das ist doch schon eine schöne Anzahl, wenn man bedenkt, dass sich Kuhle Wampe über Mundpropaganda verbreitet hat. Na ja, Teenagerinnen, die Make-Up-Videos auf YouTube posten, haben manchmal 73.000 Follower. Man muss bescheiden sein. Seht bitte auch den Artikel "Was ist ein Blog?", der am 2018/11/12 auf Kuhle Wampe erschienen ist.
Das abgelaufene Jahr stand sehr im Zeichen wichtiger Gedenktage: 200. Geburtstag von Karl Marx im Mai, 120. Geburtstag von Bertolt Brecht, 100. Jahrestag der Novemberrevolution, und 50 Jahre 1968. Viele Beteiligte an 68 sind inzwischen gestorben. Im letzten Mai sind Elmar Altvater und Dieter Kunzelmann gestorben und Kuhle Wampe hat an sie erinnert. In 10 Jahren zum 60. Jubiläum werden wohl nur noch sehr wenige Zeitzeugen vorhanden sein. Die Beiträge des vergangenen Jahres sind über die Schaltfläche "Archive" im Kopf dieser Seite erreichbar.
Im letzten Jahr gab es auch als eine Neuheit auf Kuhle Wampe das Kommentarfeld, das über die Schaltfläche "Kommentare" im Kopf dieser Seite erreichbar ist. Es trafen zwar ein paar Kommentare ein, aber als Autor wünscht man sich ja meist etwas mehr Resonanz. Daher würde ich mich freuen, wenn ihr als LeserInnen auch mal einen Kommentar im Kommentarfeld abschicken würdet. Dann schläft die Kommentarseite hoffentlich nicht ein.
In diesem Jahr ist schon als wichtiges Thema das 100. Jubiläum des Bauhauses im April absehbar. Dann wird es um Designgeschichte, Architekturgeschichte und ästhetisch-politische Fragen gehen. Auch die Umstürze im November vor 30 Jahren in der DDR und in der Sowjetunion werden berücksichtigt werden. Und auch das World Wide Web gibt es seit 30 Jahren, eine schöne Erfindung, durch die kuhlewampe.net auf der ganzen Welt gelesen werden kann.
Ein Tipp für Alle, die den Film Kuhle Wampe von 1932 noch nicht gesehen haben: Ihr könnt ihn bequem bei YouTube im Internet anschauen. Einfach im Suchfeld "Kuhle Wampe" eingeben! Der Film dauert 1 Stunde und 8 Minuten. Aufgrund der Zensurmaßnahmen des damaligen Staates sind allerdings leider einige Szenen verloren gegangen.
Ihr habt wahrscheinlich schon gemerkt, dass das Hintergrundbild verändert ist. An der Stelle des tropischen Baumfarns vom letzten Jahr befindet sich jetzt eine orange blühende Azalee, die ich im Mai im Botanischen Garten Berlin Dahlem fotografiert habe. Die Azaleen halten auch das deutsche Klima aus und können im Freiland überleben. Azaleen und Rhododendren gehören zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), sie sind auch als Alpenrosen bekannt. Die Azaleen verlieren im Winter ihre Blätter, die Rhododendren nicht. Sie lieben einen feuchten Boden. Azaleen und Rhododendren sind als Gartenpflanzen sehr beliebt, da sie wunderschöne Blüten in vielen Farben haben, gelb, orange, rot, blau, weiß etc. Teilweise haben sie auch attraktive Blätter.
Ich freue mich, wieder allen danken zu können, die im vergangenen Jahr einen lebendigen Blog pro bono publico möglich gemacht haben:
art kicksuch, Dr. Karin Krautschick, Alia Krautschick, Ferry van Dongen, Dr. Wolfgang Endler, Dr. Hans-Albert Wulf, Georg Lutz, Manfred Gill, Anna Gerstlacher, Jenny Schon, Peter Hahn, Jürgen Stich, Ella Gondek, Kathrin von Loh, Yini Tao, Dr. Jörg Später, Karl Martin Hölzer/Carlos, Cornelia Becker und Dr. Rudolf Stumberger. Ich wünsche allen ein erfolgreiches 2019!

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